Das Poloshirt ist ein unverzichtbares Kleidungsstück der Herrenmode. Ursprünglich Mitte des 19. Jahrhunderts auf Polofeldern entstanden, hat dieses Kleidungsstück seine ursprüngliche Verwendung als formelle Sportuniform überschritten und sich zu einem klassischen und allgegenwärtigen Element der eleganten Sportkleidung entwickelt. Das Design des modernen Poloshirts, wie viele andere Kleidungsstücke auch, entwickelte sich aus praktischen Notwendigkeiten und wurde mit der Unterstützung hoch einflussreicher Persönlichkeiten in der Gesellschaft in die Alltagskleidung integriert.
Aber wie genau entstand das Poloshirt? Und warum erinnert uns der Begriff „Polo“ an Bilder wie das Polospieler-Logo von Ralph Lauren oder das ikonische Krokodil von Lacoste? In diesem Artikel enthüllen wir die Ursprünge und die Entwicklung des Poloshirts und erkunden seine interessante Geschichte.
Die ältesten Wurzeln des Polos reichen bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurück, doch erst im Indien des 19. Jahrhunderts nahm der Reitsport seine moderne Form an. Britische Offiziere, die in Manipur, im Nordosten Indiens, stationiert waren, übernahmen das Polo von den Einheimischen und brachten es zurück nach Großbritannien, wo es schnell mit Reichtum, Königshäusern und der High Society in Verbindung gebracht wurde.
Die Polo-Uniformen der damaligen Zeit umfassten nicht nur Jodhpurhosen und Reitstiefel, sondern auch ein langärmeliges Baumwollhemd, ähnlich den heutigen formellen Hemden. Um zu verhindern, dass die Hemdkragen während des Spiels im Wind flatterten, befestigten die Spieler sie mit Nadeln oder Knöpfen. Inspiriert von dieser Praxis während eines Besuchs in England Ende des 19. Jahrhunderts, führte John E. Brooks von der renommierten Firma Brooks Brothers nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten geknöpfte Kragen an seinen formellen Hemden ein. Dieses innovative Detail wurde weit verbreitet, als Brooks Brothers 1896 das erste massenproduzierte „Poloshirt“ auf den Markt brachte, bekannt als das „originale geknöpfte Poloshirt“.
Neben den Jodhpurhosen und hohen Reitstiefeln umfassten die ersten Polo-Uniformen ein langärmeliges Baumwollhemd, ähnlich den formellen Hemden. Um zu verhindern, dass die Hemdkragen während der Spiele im Wind flatterten, befestigten die Spieler sie mit Nadeln oder Knöpfen. Inspiriert von dieser praktischen Anpassung während eines Besuchs in England Ende des 19. Jahrhunderts, übernahm John E. Brooks von der berühmten Brooks Brothers die Idee. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten führte er Hemden mit geknöpften Kragen ein, ein Detail, das sich bei den zeitgenössischen Hemden großer Beliebtheit erfreuen sollte. Im Jahr 1896 brachte Brooks Brothers das erste massenproduzierte „Polohemd“ auf den Markt, bekannt als das „originale geknöpfte Polohemd“.
„Wenn ich gewinne, gibst du mir diesen Koffer“, wettete der Tennis-Champion René Lacoste mit seinem Teamkapitän und zeigte auf einen luxuriösen Krokodillederkoffer. Obwohl er die Wette verlor, markierte dieses Ereignis den Beginn eines legendären Abenteuers. Die amerikanische Presse griff die Geschichte auf, fasziniert von Lacostes Hartnäckigkeit, und taufte ihn auf den Namen „das Krokodil“. Dieser Spitzname blieb nicht nur erhalten, sondern war auch der Vorläufer seiner zukünftigen Identität als Ikone.
Das moderne Polohemd hat seinen Ursprung kurioserweise im Tennis und nicht im Reitsport, auf den sein Name zu verweisen scheint. In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts trugen Tennisspieler langärmelige Hemden mit Knöpfen, ähnlich denen, die beim Polo getragen wurden. Doch Jean René Lacoste, das „Krokodil“ selbst, war dazu bestimmt, dieses traditionelle Outfit in etwas viel Funktionaleres und Eleganteres zu verwandeln. Während seiner beeindruckenden Karriere, in der er sieben Grand-Slam-Titel gewann, entwarf Lacoste ein revolutionäres Tennishemd: kurzärmelig, mit drei Knöpfen und aus einem leichten, atmungsaktiven Baumwoll-Piqué gefertigt. Diese Innovation verschaffte ihm nicht nur mehr Bewegungsfreiheit auf dem Platz, sondern legte auch den Grundstein für das, was zum ikonischen Polohemd werden sollte, das wir heute kennen.
Diese Entwicklung markierte einen Wendepunkt in der Sportmode, ermöglichte es den Athleten, größeren Komfort zu genießen, ohne auf Stil zu verzichten, und festigte Lacostes Position nicht nur als Pionier im Tennis, sondern auch als Visionär in der globalen Sportmode.
Im Gegensatz zu anderen Spielern, die in Hemd und Krawatte antraten, zeichnete sich Lacoste nicht nur durch sein Können, sondern auch durch seine Kleidung aus. Stolz auf seinen Spitznamen, stickte er ein Krokodil auf die linke Brust seines T-Shirts und erregte damit bei seinen Siegen bei den US Open 1926 und 1927 Aufmerksamkeit. Dieses T-Shirt war nicht nur ein Pionier in der Welt des Tennis, sondern legte auch den Grundstein für das moderne Polohemd, das wir später kennenlernen sollten.
Nach seinem Rücktritt Anfang der 30er Jahre erhielt René Lacoste einen Vorschlag von André Gillier, dem Besitzer eines prominenten französischen Strickwarenherstellers. Gillier schlug vor, dass sie sich zusammentun sollten, um Repliken von Lacostes innovativem Tennishemd zu vermarkten, verziert mit dem bereits berühmten gestickten Krokodil. 1933 entstand La Chemise Lacoste, heute einfach als 'Lacoste' bekannt. Diese Marke zeichnet sich dadurch aus, dass sie Pionierarbeit bei der Herstellung von Kleidung mit deutlich sichtbaren Logos auf der Außenseite ihrer Kleidungsstücke leistete.
Obwohl La Chemise Lacoste nicht die erste war, die das gestrickte Poloshirt populär machte – Marken wie John Smedley hatten Lacostes revolutionäres Design bereits ausgeschöpft – war es Lacostes beeindruckender Ruf und sein charakteristisches Krokodil-Logo, die sein Tennishemd zu einem begehrten Objekt erhoben.